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Da geht noch was – ganz anderes!

Nein, das Gefühl, dass etwas für ihn geht, kennt er schon lange nicht mehr. Ohne Hilfe geht nämlich gar nichts, aber Hilfe ist nicht in Sicht. So liegt er da jeden Tag, jede Nacht und all die unendliche Zeit dazwischen.

Er spürt den Schatten auf seinem Gesicht, hebt den Blick: Der Mann ist nah an ihn herangetreten. Wird er ihn in die heilenden Quellen bringen, die nur wenige Schritte entfernt sind? Ihr Wasser, so wird erzählt, bringt nur demjenigen Gesundheit, der als erster hineinsteigt. Unbarmherzig ist dieses Heilsversprechen – denn er ist immer zu spät.

„Willst du gesund werden?“, fragt der Mann über ihm. Was für eine Frage! All sein Frust bricht aus ihm heraus: „Immer ist ein anderer vor mir da, es ist hoffnungslos. Es geht nicht.“

Der Mann hört zu und dann sagt er: „Steh auf, nimm dein Bett und geh heim!“. Der Kranke steht auf, nimmt sein Bett und geht heim. So schlicht erzählt es das Johannesevangelium von Jesus und dem Kranken am Teich Bethesda.

Eine unglaubliche Geschichte, die doch vor allem eines nicht akzeptiert: Das geht nicht. Da geht nichts mehr. Heilung gibt es nur für die ersten. Von wegen. Es geht, da geht noch was. Da geht wieder etwas. Und der Mensch, den andere aufgegeben hatten und der sich aufgegeben hatte, kommt in Bewegung.

Lange haben wir es akzeptieren müssen: Es geht nicht, das Treffen mit den Freundinnen, der Besuch der alten Eltern. Und haben doch kreative Lösungen gefunden. Besuche unter dem Balkon oder auf Kacheln am PC, Briefe und Sprachnachrichten. Wertschätzung für viele, die eine besonders große Last im vergangenen Jahr getragen haben. Und doch haben viele vieles verpasst, sind abgehängt, haben sich verausgabt.

Und jetzt geht wieder etwas, ja noch mehr!

Aber ich frage mich, in welche Richtung?

Willst du gesund werden? Es ist eine individuelle Frage, und es ist eine Frage an unseren Lebensstil, der nur die ersten belohnt, die sich Gehör verschaffen, sich wirtschaftlich durchsetzen, die kräftemäßig mithalten können. Die vergangene Zeit hat einiges schonungslos offengelegt, was nicht in Ordnung ist und mir bleibt die Frage im Ohr: Willst du gesund werden? Soll es so weitergehen, wie es vorher war?

Der Mann in der biblischen Geschichte trägt seine Matte mit nach Hause, als bleibende Erinnerung daran, was er in dieser Zeit erlitten hat und als Mahnung, was so gar nicht in Ordnung war.

Soll es so weitergehen, wie es vorher war? Nein, soll es nicht: Steh auf, da geht noch was - ganz anderes!

Seien Sie Gott befohlen!

Ihre Pastorin Annette Charbonnier

Architektenwettbewerb ist entschieden

Foto: Gerd Peter

Die Entscheidung des Preisgerichts fiel einstimmig: Der Entwurf des Büros Hübotter + Stürken + Dimitrova Architektur & Landschaftsplanung erhielt den 1. Preis im Architektenwettbewerb, den die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken für den Neubau eines Kirchenzentrums und Kindergartens im Stadtteil Stöcken ausgelobt hatte. Noch am selben Abend machte sich der Kirchenvorstand mit einem einstimmigen Votum die Entscheidung des Preisgerichts  zu eigen, so dass eine Umsetzung des langersehnten Projekts nun in greifbare Nähe rückt.
Zwölf Architekturbüros hatten sich am Wettbewerb, der in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover ausgelobt wurde, beteiligt. Prof. Zvonko Turkali aus Frankfurt hob als Vorsitzender des Preisgerichts die durchweg sehr hohe Qualität aller eingesandten Arbeiten besonders hervor. Intensive Diskussionen unter Berücksichtigung vielfältiger Gesichtspunkte gingen der Kür des ersten Preisträgers voraus. Neben den im Vorfeld sehr klar beschriebenen Vorstellungen der Ausloberin fanden dabei stadtplanerische Aspekte besondere Berücksichtigung. 
Der Neubau des Kirchenzentrums, der neben Gruppenräumen und dem Gemeindebüro auch einen Sakralraum als Kirchsaal erhält, wird auf dem Gelände der ehemaligen Corvinuskirche entstehen und ein deutlich sichtbares Zeichen kirchlicher Präsenz im Stadtteil bilden. Durch die bauliche Einheit mit dem Familienzentrum Corvinus wird der sozial-diakonische Schwerpunkt in der Gemeindearbeit in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht.

Foto: Gerd Peter
Foto: Gerd Peter

Vertrag unterzeichnet

Vor dem Notar Müller-Eising wurde jetzt der Vertrag zum Verkauf der Bodelschwinghkirche in Ledeburg an die E. PAULIN WOHNUNGSBAU GmbH unterzeichnet.
Auf dem Gelände der Bodelschwinghkirche ist die Errichtung einer Wohnanlage mit ca. 50 Wohneinheiten geplant.

Der Besitzübergang der Immobilie erfolgt in zwei Schritten: Nach Genehmigung des Vertrages durch das Landeskirchenamt und der Zahlung der ersten Teilrate wird der Bereich Pfarrhaus/Garagen zeitnah an den neuen Besitzer übertragen. Die Bodelschwinghkirche selbst wird bis Ende 2021 weiterhin von der Kirchengemeinde  genutzt.

Ein Architektenwettbewerb für den Neubau eines Kirchenzentrums und einer neuen Kindertagesstätte am Standort der ehemaligen Corvinuskirche in Stöcken wurde ausgelobt, die Entscheidung des Preisgerichts ist Mitte März 2020 gefallen.